Schlaftabletten erhöhen das Sterberisiko

Das Schlaftabletten keinen gesunden und erholsamen Schlaf vermitteln ist weitgehend bekannt. Während ältere Medikamente oftmals in Abhängikeiten führten, oder wie das Beispiel Contergan zeigt, zu Missbildungen bei Embryonen, sind neuere Präperate im Vergleich dazu „verträglicher“, doch auch diese Medikamente können lebensbedrohliche Konsequenzen haben. Ein Forscherteam des amerikanischen Scripps Clinic Sleep Center haben in einer Auswertung¹ von 35.000 Krankenakten festgestellt, dass von den 10.500 Patienten, denen Schlafmittel verschrieben wurden, im Laufe der folgenden zweieinhalb Jahren die Todesrate viermal höher war als im Durchschnitt. Woran es genau liegt konnten die Wissenschaftler nicht feststellen. Auch deutsche Schlafforscher wie der Berliner Ingo Fietze, weisen daraufhin, „nur bei 20 Prozent der Patienten erreichen wir mit den Tabletten wirklich einen Wohlfühlschlaf, bei mehr als 70 Prozent bleibt der Schlaf gestört. Und es ist lange bekannt, dass zu wenig Schlaf die Lebenserwartung senkt.“²

Aus ganzheitlicher Sicht manifestieren sich in Schlafstörungen Probleme des Alltags. Der Tag bestimmt die Nacht und wenn keine organischen Ursachen vorliegen, sollte der Griff zu Schlaftabletten oder anderen Einschlafhilfen der allerletzte Ausweg sein. Die Regeln der Schlafhygiene zeigen uns wie wir den Tag optimal nutzen um gesund und erholsam zu schlafen.

¹ Hier geht es zu dem Bericht des Scripps Clinic Sleep Centers
² Quelle: Süddeutsche Zeitung

Advertisements