Wie wir durch Ernährung unser Schlafverhalten steuern können.

© Ono Keijis

Ein voller Bauch studiert nicht gern, und schläft nicht gut. Wir können mit unserer Ernährung Einfluss auf unseren Schlaf nehmen. Schwer verdauliche Speisen am Abend genossen, können zu Schlafproblemen führen und belasten während des Schlafs unsere Organe. Auch eine zu späte Nahrungsaufnahme wirkt sich negativ auf unseren Schlaf aus. Scharf Gewürztes sollten Sie lieber in den Mittagsstunden zu sich nehmen, denn die Schärfe stimuliert den Verdauungstrakt und kann uns den Schlaf rauben.

Ernähren Sie sich ballaststoffreich. Denn Ballaststoffe verhindern nächtliche Magenkrämpfe und unterstützen die Leber bei ihrer Arbeit. Gleichzeitig bewahren uns Ballaststoffe vor Verstopfung und Verdauungsproblemen und fördern die Aufrechterhaltung einer gesunden Darmflora. Ballaststoffe finden Sie z.B. in gedämpftem Gemüse, Vollkornbrot und -teigwaren und reifem Obst

Kalizium und Magnesium unterstützen ebenfalls unseren Verdauungstrakt und beugen Krämpfe vor. Kalzium finden Sie in beispielsweise in Käse, Fisch und Joghurt, Magnesium in Vollkornreis, Sonnenblumenkernen, Weizenkleie und -vollkornbrot.

Die Aminosäure Tryptophan fördert die körpereigenen Produktion des sogenannten Schlafhormons Melatonin, das für die Schlafeinleitung unverzichtbar ist. Tryptophan wird nicht vom menschlichen Körper produziert sondern findet sich in Lebensmitteln wie Nüssen, Kakao Thunfisch, Edamerkäse, Sojabohnen oder Kirschen. Probieren Sie doch einmal eine Tasse heiße Schokolade vor dem Schlafen gehen.Tryptophan in der Kombination mit Zucker fördert die Serotoninproduktion und damit den Melatoninausstoß.

Melatonin wiederum findet sich in einigen italienischen Rebsorten, wie Nebbiolo, Sangiovese, und Cabernet Sauvignon. Für einen gesunden Schlaf sollten Sie nicht mehr als ein Gläschen trinken, denn zu viel Alkohol führt zu Schlafstörungen. Der im Bier enthaltene Hopfen hat eine beruhigende Wirkung auf den menschlichen Organismus. In England sind Hopfenkissen beliebt, auch die Kombination Hopfen und Lavendel gilt als traditionelle Einschlafhilfe. Hier ein Einschlaftrunk aus Bier zubereitet: eine kleine Flasche Bier und ein Teelöffel Honig erwärmen und kurz vor dem Schlafen gehen warm trinken. Auch hier ist die Menge entscheiden: zu viel Bier wird uns um den gesunden Schlaf bringen!

Zusammenfassung

  • Abends nicht zu spät essen (3 Stunden vor dem Schlaf).
  • Am Abend keine schwerverdauliche und zu scharfe Nahrung aufnehmen.
  • Ballaststoffe, Kalzium und Magnesium sind gut für unseren Magendarmtrakt.
  • Tryptophan unterstützt die Produktion des Schlafhormons Melatonin.
  • Rotwein und Bier in geringen Mengen sind schlafförderlich.
  • Ideal am Abend: Fisch, Gemüse, Rohkost, Milchprodukte

Das Abendessen sollte weder zu reichhaltig noch zu schwer sein, sondern Entspannung und Wohlgefühl vermitteln. Feste Essenszeiten und Zubettgehzeiten fördern darüber hinaus das Einschlafen.

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