Otto Friedrich Bollnow

Hoffnungsvolles Vertrauen
Einschlafen aber ist ein Sich-fallen lassen, Sich-preisgeben an den über einen kommenden Schlaf. Wir “fallen” im wörtlichen Sinn in den Schlaf. “Der Boden weicht, die Welt schwindet und der Einschlafende gleitet zurück in die Bewußtlosigkeit”. Um sich aber so fallen zu lassen, dazu ist ein Vertrauen notwendig, ein Vertrauen zur Zukunft, ein Vertrauen, so hörten wir schon, dass alles gut werden wird. “Nun schlafe getrost”, heißt es darum auch in einem der schönsten Gedichte Bergengruens, denn nur der Getroste ist überhaupt des echten Schlafs fähig. Die getrost der Zukunft entgegensehende Hoffnung, so können wir zusammenfassen und zwar nicht die einzelne bestimmte Hoffnung, sondern das allgemeine hoffnungsvolle Vertrauen zur Zukunft ist darum die notwendige Voraussetzung des Schlafs.

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