Schlafentzug kann posttraumatische Belastungsstörungen verringern

Schlaf verbessert unser Erinnerungsvermögen, vor allem emotionale Erinnerungen. Aber nicht nur positive, sondern auch negative Erinnerungen. Schlafforscher der University of Massachusetts kommen zu dem Ergebnis, das Schlafentzug posttraumatische Belastungstörungen verringern kann. Bisher galt, dass im Schlaf Gefühle die durch negative Ereignissen ausgelöst wurden, nicht verarbeitet werden.

Die Wissenschaftler um Dr. Rebecca Spencer empfehlen nach einer Versuchsreihe nach belastenden Ereignissen nicht sofort zu schlafen, denn angsteinflößende Erlebnisse können im Schlaf verfestigt werden. Die Neurologin Rebecca Spencer vertritt die Ansicht:

„Wenn wir etwas Verstörendes sehen, zum Beispiel ein Autounfall, und erinnern uns daran oder sollen Bilder zu dieser Szene ansehen, reagieren wir viel weniger emotional, wenn wir nach dem Erlebnis noch eine Weile wach waren. Schlaf konserviert anscheinend die emotionale Intensität einer Erfahrung genauso wie die Erinnerung selbst.“

Die Wissenschaftler hatte in ihrer Studie Probanden Bilder gezeigt und den emotionalen Wert beurteilen lassen. Gleichzeitig sollten die eigenen Gefühle beschrieben werden. Ein Teil der Gruppe schlief anschließend, der andere Teil blieb wach. Nach 12 Stunden wurden der gesamten Gruppe die Bilder erneut gezeigt. Die Gruppe der „Schläfer“ konnte sich besser an die Bilder erinnern und gleichzeitig die damit verbundenen Gefühle intensiver erleben.

Hier die Zusammenfassung des Journal of Neuroscience.

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