Wer hat an der Uhr gedreht? Zeitumstellung am 28. Oktober 2012

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Am Sonntag den 28. Oktober 2011 ist es wieder so weit. Die Umstellung von Sommer- auf Normalzeit wird um 03:00 Uhr in der Früh vollzogen. Für viele Menschen ist die Umstellung auf die Sommerzeit belastender, als die Rückstellung der Uhr im Herbst. Trotzdem leiden viele Menschen unter der Zeitumstellung. Frauen, ältere Menschen, Säuglinge und Kinder, deren Organismus sich mit der Anpassung an Zeitumstellungen schwerer tut, sind in der Regel stärker betroffen. Die meisten Betroffenen klagen über Anpassungsproblemen wie Schlafstörungen, Unwohlsein, depressive Stimmung und Appetitlosigkeit. Die Schwere der Symptome sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und können bis zu zwei Wochen andauern

Schlafmediziner und Chronobiologen beklagen seit Jahren das Spiel mit der inneren Uhr. In den 1980er und 1990er Jahren untersuchte der amerikanische Wissenschaftler Stanley Coren unfallbedingte Todesfälle im zeitlichen Umfeld der Umstellung auf die Sommerzeit und bei der Rückstellung auf die Normalzeit. Das Ergebnis zeigte einen Anstieg der Unfälle mit Einführung der Sommerzeit und einen leichten Rückgang mit dem Beginn der Winterzeit. Coren vertritt die Auffassung, dass der Anstieg der tödlichen Unfalle im Frühjahr mit dem zeitlichen Verlust einer Stunde zusammenhängt, während der Rückgang der Unfälle während der Umstellung auf die Winterzeit mit dem Gewinn einer Schlafstunde zusammenhängt.  In Russland wurde die Zeitumstellung mit Wirkung zum 31. Oktober 2011 mi der Begründung aufgehoben: weniger Stress für Mensch und Tier.

Sollten Sie mit der Zeitumstellung Ende Oktober Probleme mit Ihrem Biorhythmus bekommen, so empfiehlt sich eine schrittweise Anpassung, indem Sie einige Tage vorher später zu Bett gehen und auch später aufstehen. Gerade jetzt sollten Sie die Regeln der Schlafhygiene beachten: meiden Sie umfangreiche Mahlzeiten am Abend, keine aufputschenden Getränke, keine Streitgespräche, versuchen Sie den Abend harmonisch und ausgleichend zu gestalten.

Sind Sie stark von der Zeitumstellung betroffen, sollten Sie in der Woche nach der Umstellung besonders achtsam im Straßenverkehr und bei unfallgefährdeten Tätigkeiten sein. Machen Sie öfter eine Pause und benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel.

Als überzeugte Verfechter des Mittagsschlaf, empfehlen wir Ihnen, ausnahmsweise, in der Übergangsphase auf den Mittagsschlaf zu verzichten, so kann sich Ihre innere Uhr besser neujustieren.

Die Einnahme von Schlaftabletten ist überflüssig und verhilft Ihnen zu keinem gesunden Schlaf. Ein Schlaftee, Entspannungsübungen, oder ein warmes Fußbad sind hilfreicher und gesünder.

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Ein Gedanke zu “Wer hat an der Uhr gedreht? Zeitumstellung am 28. Oktober 2012

  1. da habe ich es endlich schwarz auf weiß, dass diese Uhrumstellerei völlig überflüssig ist und dazu eben auch noch gesundheitsschädigend!
    danke dir für diesen Artikel… ich habe neue Argumente 🙂

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