Gilbert Keith Chesterton

Bei meiner Recherche für eine Kulturgeschichte des Bettes, bin ich heute in Kurt Kusenbergs „Lob des Bettes“ auf folgendes G.K. Chesterton Zitat gestossen:

„Wenn du im Bett liegst, tue es ja ohne irgendwelche Begründung und Rechtfertigung. … Wenn ein gesunder Mensch im Bett liegt, so soll er es ohne den mindesten Vorwand tun. Tut er es aus irgendeinem hygienischen Grund oder hat er eine wissenschaftliche Erklärung dafür, so wird er wahrscheinlich als Hypochonder aufstehen.“

G.K. Chesterton (1874-1936) war ein englischer Journalist und Autor. Sein umfangreiches Œuvre enthält mehr als 80 Bücher, 200 Kurzgeschichten, 4.0000 Essays, mehrere Theater-stücke und hunderte von Gedichten. Er schrieb bis zu seinem Tod regelmäßig Kolummnen in mehreren Tageszeitungen und in in seiner G.K. Weekly. Unter anderem verfasste er die Kurzgeschichten um Father Brown (Pater Brown). Zu den zahlreichen Andektoden über ihn sei hier eine aus der deutschen Wikipedia Ausgabe erwähnt: Chesterton war etwa 1,93 m groß und wog um 134 kg. So soll er zu seinem Freund George Bernard Shaw bemerkt haben: „To look at you, anyone would think there was a famine in England.“ („Wenn man dich ansieht, glaubt man, dass es in England eine Hungersnot gibt“) Shaw gab zurück: „To look at you, anyone would think you caused it.“ („Wenn man dich ansieht, glaubt man, dass du sie verursacht hast“).

Martin Ward von der De Montfort University , Leicester, unterhält eine Webseite mit dem Anspruch alles von G.K. Chesterton im weltweiten Netz zusammen zu führen. Texte, Audio, Fotos

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4 Gedanken zu “Gilbert Keith Chesterton

  1. Lieber Georg,
    da lese ich im Bett liegend nach dem Frühstück deinen Beitrag. Es ist ja gar nicht so leicht, ohne Rechtfertigung als Gesunder den Tag im Bett zu verbringen.
    Ich liebe Hartmann von Aue. In seinem „Erec“ hat der gute Erec „sine ziten im bette verligen“ mit der schönen Eneide. Aber ach, oh weh, nach langer Zeit des Kuscheln stößt die Eneide den Erec aus ihrem Bett. Der Arme muss nun Drachen töten und Jungfrauen befreien – nix mehr Bett. Als er das jedoch getan hat, läd ihn Eneide wieder in ihr Bett ein und wenn sie nicht gestorben sind, werden sie bis heute „ire ziten im bette verligen“.
    So das Hochmittelalter, die Moral von der Geschicht`: Erst etwas leisten und dann darf man seine ziten im bette verligen 😉
    Super finde ich Shaws Antwort auf Chestertons Bemerkung, so schlagfertig wäre ich auch gerne.
    Ganz liebe Grüße aus dem Bette, wo ich die ziten wil verligen mit Dina
    Klausbernd
    Beim Erec gibt`s ja noch eine andere Moral: Man sollte die ziten mit einem Partner im bette verligen 🙂

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  2. Ich liege im Bett mit dem Laptop auf dem Schoß und freue mich des Lebens…. ich brauche auch keinen Grund, um ins Bett zu gehen.
    Naja …. ich bin schon des öfteren auch müde, wenn ich ins Bett gehe, aber manchmal will ich auch einfach entspannen!

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