Jean Baptiste de La Salle

Es ist ein Laster zu viel zu schlafen. Es ist schändlich und verwerflich, wenn uns die Sonne bei ihrem Aufgang noch im Bett vorfindet. Es heißt auch die Ordnung der Natur ändern und umkehren, wenn man den Tag zur Nacht und die Nacht zum Tage macht, wie etliche es tun; der Dämon ist es, der uns dazu treibt so zu verfahren; da er weiß, dass die Dunkelheit Gelegenheit zur Sünde gibt, ist er erfreut, wenn wir unser Tun und Treiben des Nachts erledigen.

Die Schlafensstunde ist auf „etwa 2 Stunden nach dem Abendmahl“ festgesetzt, und „etwa 7 Stunden sind ausreichend, um den Körper auszuruhen, sofern man nicht außergewöhnlich schwer hat arbeiten müssen“.

Man muss es sich selbst zum ehern Gesetz machen, in aller Frühe aufzustehen, und seine Kinder daran zu gewöhnen, sobald sie größer geworden sind und wenn sie keine Gebrechen haben, die dem entgegenstehen.

Es ist sehr unschicklich und wenig sittsam, im Bett zu plaudern, zu scherzen oder zu spielen, nehmt euch kein Beispiel an gewissen Personen, welche sich mit lesen oder anderen Dingen beschäftigen… Bleibt niemals im Bett, wenn ihr nicht mehr schlaft, es wird eurer Tugend sehr zugute kommen. .. Die schon im jüngsten Alter angenommene Angewohnheit der Trägheit wird sich im Lauf des ganzen weiteren Lebens auswirken.

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