Schlafstörungen durch Wetterfühligkeit

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L. Preyßinger: Astronomie populaire en tableaux transparents, um 1856

Mehr als die Hälfte aller Deutschen bezeichnet sich als wetterfühlig. Manche Menschen reagieren empfindlicher auf Wetterwechsel als andere. „Fast alle berufstätigen Menschen, die in Innenräumen tätig sind, haben zwangsläufig zu wenig Tageslicht, was dann zu Beschwerden führen kann. Aber auch ein unregelmäßiges Leben bringt den zirkadianen Rhythmus durcheinander. Selbstverständlich sind Schichtarbeit oder Langstreckenflüge mit Zeitzonenverschiebung ungesund, aber auch die Sommerzeit führt zu einer Entrhythmisierung, was zu Funktionsstörungen und zu Wetterfühligkeit führen oder diese verstärken kann.“ sagt Angela Schuh, Professorin für medizinische Klimatologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.* Christine Ackermann, Heilpraktikerin mit dem Schwerpunkt chinesische Medizin beschreibt die Wetterfühligkeit aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) als Belastung des Funktionskreises Dreifacher Erwärmer (DE) der zu Unangepasstheit an das Wetter führt und damit zur “Wetterfühligkeit”. Diese Belastung rührt meist aus der Disharmonie der “Geschwister” und unmittelbaren Anschlussstellen des DE her: Kreisllaufmeridian, Gallenblasenmeridian, Milz-Pankreas-Meridien und Herzmeridian. Auffällig ist die Affinität zur Verdauung und zum Blutsystem. Schlussfolgerung: regelmäßig und angepasst essen, schlafen und eine Harmonie zwischen Aktivität und Regeneration fördern sicherlich eine bessere Anpassung an das zu schnell wechselnde Wetter. Ein Mensch in Harmonie merkt das Wetter wenig oder gar nicht – weder körperlich noch seelisch.

Die sogenannte Wetterfühligkeit kann zu folgenden gesundheitlichen Problemen führen:

  • Angina pectoris bei Einströmen atlantischer Kaltluft und anhaltendem Schlechtwetter.
  • Niederer Blutdruck bei warm-feuchtem Wetter bzw. Föhn.
  • Bluthochdruck bei Einströmen atlantischer Kaltluft bzw. hochreichender Kaltluft.
  • Depressionen und/oder Angstzustände bei nachhaltiger Warmluftzufuhr bzw. Föhn.
  • Herz-Kreislaufbeschwerden bei Einströmen atlantischer Kaltluft und im Zentrum eines Tiefdruckgebiets.
  • Infektionen bei warm-feuchtem Wetter.
  • Koliken und Krämpfe bei Einströmen atlantischer Kaltluft.
  • Kopfweh bei Einströmen atlantischer Kaltluft oder Föhn.
  • Konzentrationsstörungen (Achtung: erhöhte Unfallgefahr!), Gereiztheit, Aggressionen bei Einströmen atlantischer Kaltluft, aber auch bei nachhaltigem Einströmen von Warmluft sowie bei Föhn.
  • Migräne bei kaltem Hochdruckwetter oder Föhn.
  • Rheuma, Gelenkschmerzen, Operationsnarben, alte Knochenbruchstellen bei Einströmen atlantischer Kaltluft und anhaltendem Schlechtwetter (nass und kalt).
  • Schlafstörungen vor einer Schlechtwetterfront, vor Gewitter, bei windigem Wetter und Föhn bzw. generell bei Wechsel der Großwetterlage.
  • Schwindel.

Je stärker und schneller sich das Wetter ändert, desto größer ist der Einfluss auf wetterfühlige Menschen. Der Organismus ist mit den neuen Bedingungen überfordert und kann sich nicht schnell genug anpassen.

Abhilfe kann nur „abhärten“ schaffen. Also täglich, bei jedem Wetter, raus an die frische Luft. Trinken sie viel Wasser, achten sie auf eine gesunde Ernährung. Wechselduschen, Saunabesuche und Kneippsche Anwendungen helfen den Körper abzuhärten. Meiden Sie Alkohol und Nikotin wenn sie unter Wetterfühligkeit leiden. Melissentee oder Espresso mit Zitronensaft werden als Hausmittel gegen Kopfschmerzen und Wetterfühligkeit empfohlen. 

webfoto

Christine Ackermann ist seit 1994 Heilpraktikerin in eigener Naturheilpraxis und geprüftes Mitglied im internationalen Therapeutenverband für Akupunktmassage n. Penzel ®
Diplom als TCM-Therapeutin nach Diolosa

* Zitat: http://www.br.de

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10 Gedanken zu “Schlafstörungen durch Wetterfühligkeit

  1. Diese Erklärungen halte ich für Esoterik. Sinnvoller wäre es, endlich einmal den Zusammenhang zwischen sog. Sferics und Gehirnaktivität wissenschaftlich zu untersuchen.

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  2. Gerade las ich die Kommentare – danke Klausbernd, Du hast mir gleich eine Frage beantwortet, nämlich die zu der schönen Illustration oben! lieebr Georg – bitte mehr davon. Verzeiht mir meine Ahnungslosigkeit – Welche Zeitströmung verkörpert diese Art von Zeichnung ?
    IUnd zur wetterfühligkeit kann ich auch noch meinen TCM-Senf dazugeben:
    aus Sicht der cinesischen Medizin ist es die Belastung des Funktionskreises Dreifacher Erwärmer (DE) der zu Unangepaßtheit an das Wetter führt und damit zur „Wetterfühligkeit“. Diese Belastung rührt meist aus der Disharmonie der „Geschwister“ und unmittelbaren Anschlaussstellen des DE her: Kreisllaufmeridian, Gallenblasenmeridian, Milz-Pankreas-Meridien und Herzmeridian. Auffällig ist die Affinität zur Verdauuung und zum Blutsystem. Schlussfolgerung: regelmäßig und angepaßt essen, schlafen und eine Harmonie zwischen Aktivität und Regenaration fördern sicherlich eine bessere Anpassung an das zu schnell wechselnde Wetter. Ein Mensch in Harmonie merkt das Wetter wenig oder gar nicht – weder körperlich noch seelisch.
    meint
    die Gartenfee

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    • Liebe Gartenfee,
      die Illustration entstammt dem „Astronomischen Bilderatlas“ von Ludwig Preyßinger, einem astronomischen Mappenwerk, das aus 12 Tafeln besteht. Interessant sind die Stern- und Himmelskarten mit ihrer transparent gemachten Wirkung (zu sehen sind dabei Sonne, Mond, Erde, Sonnensystem, Mondphasen, jeweils in verschiedenfarbigen transparenten Bildern), außerdem Kometen, die Jahreszeiten, die Meteorologie, etc. Herr Preyßinger war Professor für Physik und Konservator an der Augsburger Sternwarte. Der Astronomische Bildatlas erschien erstmals 1851. Folgend ein Link zu einer Seite die alle Tafeln des Atlases zeigt.
      http://www.designers-books.com/astronomic-picture-atlas-ludwig-preysinger-1851/

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  3. Lieber Georg,
    du hast stets so tolle Illustrationen wie die von Preißinger, die deine Ausführungen noch genussvoller zu lesen machen 🙂
    Liebe Grüße von Norfolks Küste, wo es endlich gerade zu regnen begann
    Klausbernd und seine munteren Buchfeen Siri und Selma

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