Winterdepression und Lichttherapie

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Foto: Yann Richard, Wikimedia

November. Die Tage werden spürbar kürzer. Nach einem farbenfrohen Herbst  beginnt die graue Jahreszeit und mit ihr nehmen bei vielen Menschen die Stimmungsschwankungen zu. In den nördlichen Breitengraden  bekommen in den den Wintermonaten die Augen zu wenig Licht. Nur wenn es hell genug ist, wird über die Netzhaut die notwendige Lichtmenge aufgenommen. Das Licht beeinflußt die biologische Uhr und synchronisiert das circadiane System.

Die Augen sind über die Retina mit der Zirbeldrüse verbunden. Die Zirbeldrüse ist unter anderem für die Ausschüttung des Schlafhormons Melantonin zuständig und somit verantwortlich für unser körperliches Wohlbefinden. Energielosigkeit, das Gefühl nicht ausgeschlafen zu sein, eine schlechte Grundstimmung sind Folgen von Lichtmangel, die sich zu einer Saisonalen Depression (SAD) entwickeln kann.

Als natürliche Therapie bei Lichtmangel, empfiehlt sich der Einsatz von Tageslichtlampen oder auch Lichtduschen genannt. Das sind spezielle Leuchten, die bis 10.000 Lux erstrahlen. Diese Lichttherapiegeräte sind wirksam bei Saisonaler Depression, Schlafstörungen, dem Schichtarbeitersyndrom und dem praemenstruellen Syndrom.

Im Gegensatz zu Medikamenten, können mit Hilfe von Lichttherapieleuchten saisonale Deppressionen schnell und wirksam ohne Nebenwirkungen behandelt werden. Der amerikanische Wissenschaftler Mark S. Rea vom Lighting Research Center stellte fest, das eine ausreichende Lichtmenge

– die Dauer und Tiefe sowie Qualität von Schlaf erhöhen kann,
– den Melatoninpegel regulieren kann,
– den Schlaf-/Wachrhythmus von Alzheimerpatienten regulieren kann,
– die Leistungsfähigkeit von Nachtschichtarbeitern erhöhen kann,
– Winterdepression mildern kann,
– einen direkten Einfluss auf die Hirnrindenaktivität nehmen kann.

Bitte beachten Sie: nicht jede herbstliche oder winterliche Stimmungsschwankung ist eine Winterdepression. Nutzen Sie gerade die lichtarme Zeit verstärkt für Spaziergänge. Bei kleineneren Strecken lassen Sie das Auto stehen und gehen zu Fuß. Zwei Stunden an der frischen Luft sollte in unseren Breitengraden für eine ausreichende Lichtzufuhr dienen.

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2 Gedanken zu “Winterdepression und Lichttherapie

  1. … und wie schrieb Lakritze letztens so schön: draussen ist es heller, als drinnen- also auch immer schön rausgehen und Licht tanken, funktioniert auch bei Usselwetter 😉

    liebe Grüsse
    Ulli

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