Die 10 größten Irrtümer zum Schlaf

Insomnia

1. Der Schlaf vor Mitternacht ist der Beste
Am erholsamsten ist der Tiefschlaf in der ersten Nachthälfte. Wann diese beginnt, entscheiden Sie. Bei vielen Menschen sinkt ab 23 Uhr die Körpertemperatur, was eine wichtige Voraussetzung zum Einschlafen ist, deshalb ist 23 Uhr eine beliebt Einschlafzeit. Wir unterscheiden Frühaufsteher und Langschläfer, die sogenannten Lerchen und Eulen. Ein Frühaufsteher wird früher müde und eher ins Bett gehen als eine Eule. Diese Menschen werden erst am Abend aktiv und schlafen dafür am Morgen auch länger.

2. Ich muss 8 Stunden schlafen
Nicht die Schlafdauer ist entscheidend sondern die Schlafqualität. Es gibt Menschen die mit 6 Stunden Schlaf auskommen, andere benötigen 10 Stunden. Wer z.B. regelmäßig  mittags schläft, kann diese Zeit von der nächtlichen Schlafdauer abziehen. Wie fühlen Sie sich am Morgen? Erholt? Ausgeschlafen? Hören Sie auf Ihre innere Stimme und vertrauen Sie Ihrem Gefühl.

3. Ich schlafe schlecht, da ich nachts immer wieder wach werde.
Es ist normal nachts zu erwachen, durchschnittlich bis zu 28 mal pro Nacht. Wir können uns in der Regel nicht daran erinnern, denn nur wer länger als drei Minuten wach bleibt, erinnert sich auch daran. In ungewohnten Umgebungen kann es passieren, das wir länger wach bleiben. Das Schlafverhalten ändert sich in einer Lebensspanne, so kommt es im Alter, wenn der Schlaf insgesamt nicht mehr so tief ist, zu längeren Wachphasen. Dies ist aber keine Schlafstörung, sondern ein normaler biologischer Vorgang.

4. Bei Vollmond schläft man schlechter
Falsch! Denn der Mond ist immer in voller Größe präsent. Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis, es gibt aber die selbst erfüllende Prophezeiung. Wenn ich den Vollmond sehe und weiß das ich bei Vollmond schlecht schlafe, dann werde ich auch schlecht schlafen. Eine Ausnahme gibt es. Sie wohnen auf dem Land, abseits der erleuchteten Städte und Sie können Ihren Schlafraum nicht verdunkeln. In diesem Fall kann sich die Helligkeit störend auf Ihren Schlaf auswirken.

5. Eine ordentliches Bett sollte lieber hart als weich sein.
Ein gutes Bett ist weder hart noch weich. Ein gutes Bett sollte sich Ihrem Körper anpassen und nicht anders herum. Ein gutes Bett entlastet Ihren Körper in allen Lagen und ein sehr gutes Bett löst eine Zugwirkung auf Ihre Wirbelsäule aus, damit sich die Bandscheiben optimal regenerieren können. Ein gutes Bett sorgt für die optimale Durchblutung des Körpers im Schlaf und verhindert das „Einschlafen“ von Armen und Beinen in der Seitenlage. Ein gutes Bett schafft ein trockenes und warmes Bettklima und ist aus natürlichen, kontrollierten Rohstoffen gefertigt. Ein gutes Bett erfüllt alle orthopädischen, anatomischen und baubiologischen Anforderung an den gesunden Schlaf und schließt mögliche Störquellen aus. Und so sieht ein sehr gutes Bett aus.

6. Alkohol ist ein gutes Einschlafmittel
Alkohol ist wie Schlaftabletten ein schlechtes Schlafmittel. Der Schlaf wird durch Alkohol gestört und ist nicht erholsam. Gegen ein Glas Rotwein am Abend ist nichts einzuwenden, aber die Dosierung ist entscheidend. Wenn aus einem Glas, zwei oder drei Gläser werden, ist die Nacht nicht mehr erholsam.

7. Der schnarchende Partner stört meinen Schlaf
Ein schnarchender Partner kann am Einschlafen hindern. Wenn wir einmal eingeschlafen sind, stört uns das (bekannte) Geräusch nicht in der Tiefschlafphase. Wer über einen leichten Schlaf verfügt sollte überlegen ob die Schlafräume getrennt werden können. Alkohol und Nikotin fördern das Schnarchen! Die Verwendung einer Kopfhochstellung oder einer Nackenrolle können das Schnarchen hingegen minimieren. Der Berliner Schlafforscher Karl Hecht hat den Schlaf von Paaren untersucht: harmonische Paare schlafen besser als Paare mit Beziehungsproblemen. So liegt der gestörte Schlaf vielleicht gar nicht am Geräusch des Schnarchenden, sondern an der gestörten Beziehung.

8. Ich schlafe schlecht, da ich nicht träume
Schlafforscher gehen heute davon aus, das wir während des gesamten Schlafs träumen und nicht nur in der REM Schlafphase. Nicht jeder Mensch kann sich an seine Träume erinnern. Menschen die aus biologischen Ursachen nicht träumen, sind sehr selten. Wenn jemand behauptet nicht zu träumen, hat er in der Regel verlernt nach dem wach werden auf seine Träume zu achten. In diesem Fall empfiehlt es sich, Stift und Papier neben dem Bett bereitzuhalten und sofort nach dem Aufwachen  Notizen zu machen

9. Schlafen in geheizten Räumen ist ungesund
Die Raumtemperatur darf ruhig niedrig sein (18 Grad). Um so wichtiger ist es, das das Bettklima trocken und warm ist. Bedenken Sie, dass der Organismus während des Schlafs ein Wärmebedürfnis hat. Sie sollten in der Nacht weder frieren noch schwitzen. Einen idealen Temperaturausgleich schaffen Sie zum Beispiel durch Bettauflagen und Oberbetten aus Schafschurwolle. Im Gegensatz zu Federn oder Synthetikmaterial kann Schafschurwolle Feuchtigkeit aufnehmen, schafft einen idealen Temperaturausgleich und verhindert eine Überhitzung (zu starkes schwitzen). Neben der Temperatur ist das Klima im Schlafraum wichtig. Schlecht isolierte Außenwände, eine zu hohe oder zu niedrige Luftfeuchtigkeit kann den Schlaf negativ beeinflussen.Optimal ist eine Luftfeuchtigkeit von ca. 50 Prozent. Entscheiden Sie selbst ob Sie bei offenem oder geschlossen Fenster schlafen. Der Schlafraum sollte tagsüber gelüftet werden, nicht in der Nacht.

10. Wer schlecht schläft sollte keinen Mittagsschlaf halten
Der Mittagsschlaf oder Kurzschlaf ist DIE natürliche Energiequelle am Tag. Die Zeit des Mittagsschlaf kann man von der Zeit des Nachtschlafs abziehen. Das wir an einem Stück schlafen, ist kein natürliches, biologisches Verhalten, sondern dem ökonomischen Zwang geschuldet. Bei Versuchen fanden Schlafforscher heraus, das Menschen, die von Licht- und Zeiteinflüssen isoliert werden, mindestens zweimal täglich schlafen. Probieren Sie es selbst aus: wie verändert sich Ihr nächtliches Schlafverhalten, wenn Sie auf Ihren Mittagsschlaf verzichten? Entscheidend ist immer, wie es Ihnen dabei geht. Es gibt keine Patentlösung. Beachten Sie, dass sich der Schlaf im Laufe einer Lebensspanne ändert. Ein Baby schläft anders als ein Kind und ein Teenager anders als ein Erwachsener. Im Alter wird der Schlaf leichter und oberflächlicher. Sie werden also mit 70 Jahren niemals so schlafen können wie mit 7 Jahren!

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