Ein Schlaflied

Gutes Schweigen.
Will mich ganz in
Schlummer neigen.

Fern noch rauschen
Nahe Bäume.
Engel bringen
Silberträume.

Schlafe, schlafe …
Wind und Stille -.
Alles hütet
Gottes Wille.
Aus: Die singende Muschel, 1925

UnbenanntFrancisca Stoecklin 1894-1931. Die Schwester des Schweizer Malers Niklaus Stoecklin schloß durch ihren Bruder Freundschaften mit Künstlern wie  Hugo Ball und Emmy Ball-Hennings, Karl Wolfskehl oder Rainer Maria Rilke und wurde durch diese in ihrem literarischen Schaffen bestärkt. 1920 erschien ihr erster Gedichtband. Ihre Gedichte handeln von Liebe und Tod, in ihrem Leben  durch ihre kurze Ehe und ihr chronisches Herzleiden allgegenwärtig, Francisca Stoecklin starb kurz vor ihrem siebenunddreißigsten Geburtstag in einem Spital in Basel.

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