Vom Junk Sleep zum Junk Food

Foto Bulls Barcroft Media

Frühstück im Bett: Susanne Eman, USA, 378 kg, 22.000 Kalorien/Tag – Foto: Bulls Barcroft Media

Die Menschen werden im Medien- und Internetzeitalter angeblich nicht nur immer dicker, sie schlafen auch immer weniger. Wer nachts nicht mehr durchschlafen kann, legt kurze Schlafphasen ein, eben Junk Sleep. Als Junk Sleep bezeichnet man einen unzureichenden und fragmentarischen Schlaf.

Seit Jahren suchen Forscher nach Zusammenhängen zwischen Schlafgewohnheiten und Übergewicht, zeigen Studien, dass ausreichend Schlaf in hoher Qualität wichtig ist, um z. B. Übergewicht zu vermeiden. Mehrere Studien weisen auf die Zusammenhang von schlechten Schlafverhaltens und schlechter Ernährung hin. Eingeschränkter Schlaf führt demnach zu Überernährung, und einem Rückgang gesunder Nahrung hin zu einem verstärkten Konsum ungesunden Essens, dem Junk Food.

In den USA, der Heimat des Junk Foods gelten 30% der Bevölkerung als fettleibig, 60 % als übergewichtig. Eine Studie der American Society for Nutrition weist auf die Verbindung eines mangelhaften Schlafverhaltens und einem Anstieg der täglichen Kalorienzufuhr durch Junk Food. Eine Untersuchung der Mayo Klinik versucht den zusätzlichen Kalorienverbrauch von Junk Schläfern zu quantifizieren und kommt auf eine zusätzliche Dosis von 500 Kalorien täglich.

Junk Sleep hat nicht nur einen negativen Einfluss auf die Willenskraft und Entscheidungsfähigkeit sondern auch auf die appetitregulierenden Hormone. Unausgeschlafen steigt das Hungergefühl an, ein Sättigungsgefühl bleibt aus und der Kalorienverbrauch steigt an. Die Entscheidungsfähigkeit und das Verhalten ändern sich in Essensfragen. Mit Hilfe der Magnetresonanztomographie (MRT) wollen Wissenschaftler den Zusammenhang eines übermüdeten Gehirns und einer Heißhungerattacke nachgewiesen haben. Es werden nicht nur überflüssige Kalorien konsumiert sondern hauptsächlich leere Kalorien aus Zucker, Fett oder Alkohol.

Schlaf ist nicht per se erholsam. Tiere im Bett, schnarchende Partner oder ein plärrender Fernseher können zu häufigen Schlafunterbrechungen führen. Übermäßiger Kaffee-, Alkohol- oder Drogenkonsum degradiert den Schlaf ebenfalls auf Junk Level Status. Eine mangelhafte Schlafumgebung (zu laut, kalt, warm, hell) und eine schlechte Bettausstattung sind weitere Voraussetzungen um den erholsamen Schlaf zu ruinieren.

Da der Schlaf nicht nur die Essgewohnheiten beeinflusst, sondern auch die kognitiven Fähigkeiten und das Aussehen, kommen wir zu dem Fazit: Wer schlecht schläft kann dick, dumm und hässlich werden.

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3 Gedanken zu “Vom Junk Sleep zum Junk Food

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