Angelika Kauffmann – Penelope von Eurykleia geweckt

Vorarlberger Landesmuseum, Bregenz

Kauffmanns Bild aus dem Jahr 1772 zeigt wie Eurykleia (Odysseus Amme und spätere Haushälterin) Penelope, die Gattin Odysseus weckt, um ihr mitzuteilen, das ihr Mann nach 20 jähriger Reise zurückgekehrt sei und alle Nebenbuhler getötet habe. Da Penelope feste schlief, wehrt sie alle Hinweise von der Rückkehr des Gatten ab. An den entscheidenenden Stellen fällt sie in einen tiefen Schlummer. Im Traum lebt Penelope ihre Sehnsucht nach dem abwesenden Gatten aus, indem sie sich ein Bild von Odysseus wachhält, wie er war, als er 20 Jahre zuvor in den Trojanischen Krieg aufbrach. Gerade jetzt war der Schlaf seit der Abfahrt des Odysseus besonders tief und fest, da sie von den Ereignissen im Männerschlafsaal nichts bemerkt haben durfte. (Quelle: Antike Literatur in neuer Deutung, Hrsg.: Anton Bierl, Arbogast Schmitt und Andreas Willi)

Angelika Kauffmann (1741-1807) war ein schweizerische Malerin. Ihr Talent wurde früh vom Vater gefördert. London war der erste Schauplatz von Angelika Kauffmanns beispielloser Karriere. Ihre Bildnisse waren beim englischen Adel und Großbürgertum begehrt. Sie war die einzige Frau unter den Gründungsmitgliedern der Royal Academy of Arts, 1768. Die zweite Lebenshälfte verbrachte Angelika Kauffmann in Rom. Ihr Salon war Treffpunkt der geistigen Elite. Dort trafen sich u.a. Goethe, Herder, Herzogin Anna Amalia aber auch Künstler und Kardinäle. Johann Gottfried Herder nannte sie die „kultivierteste Frau Europas“.

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