Paul Heyse – Schlaf nur ein

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Ach, was bin ich aufgewacht?
Ob am Haus die Liebste klopft?
Leise tönt es durch die Nacht. –
»Schlaf nur ein,
Schlaf nur ein!
Regen an die Scheiben tropft.«

Warum klingt mir doch das Ohr?
Spricht von mir das falsche Kind,
Das mich aus dem Sinn verlor? –
»Schlaf nur ein,
Schlaf nur ein!
Herdenglocken rührt der Wind.«

Und sie sah im Traum mich an,
Und sie sprach: Du glaubst es kaum,
Was ich leide, süßer Mann! –
»Schlaf nur ein,
Schlaf nur ein!
Schlaf ihn aus, den falschen Traum!«
Paul Heyse

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