Gustave Doré – Illustrationen für Dornröschen

Das Märchen von Dornröschen, dem Mädchen das in einen hundertjährigen Schlaf fällt und von einem Prinzen wachgeküßt wird, hatten die Gebrüder Grimm von Charles Perrault übernommen, der die Geschichte 1697 in Contes de ma Mère l’Oye veröffentlichte. Gleichzeitig ist das Märchen ein beliebtes Sujet in der darstellenden Kunst. Heidi Anne Heiner hat auf ihrer Webseite die bekanntesten Gemälde zu Dornröschen zusammengetragen.

Wir möchten Ihnen heute die Arbeiten von Gustave Doré (1832 – 1883) vorstellen. Doré war ein französischer Maler und Grafiker und der bedeutenste Illustrator seiner Zeit.

Er illustrierte rund 90 Werke der Weltliteratur darunter Dantes „Göttliche Komödie“, Cervantes „Don Quijchote“, John Miltons „Paradise Lost“, Edgar Allan Poes „The Raven“, Gottfried August Bürgers „Münchhausen“, die englische Ausgabe der Bibel sowie Charles Perraults Märchensammlung.

Verglichen mit anderen Illustrationen wirken seine Arbeiten düster und morbide; sie illustrieren gewissermaßen die den Märchen innewohnende Doppelbödigkeit, anstatt sie zu kaschieren. Er schuf bizarre Darstellungen von Fabelwesen, Monstern, Skeletten und geheimnisvollen Sagengestalten.

Doré war ein Multitalent. Als Zeichner, Karikaturist, Illustrator, Aquarellist, Maler und Bildhauer widmete er sich den wichtigsten Gattungen und Formaten seiner Epoche, die Bandbreite reicht von satirischen bis hin zu religiösen Themen, von der Skizze bis zum monumentalen Gemälde.

Die Illustrationen entstanden für die französische Ausgabe von Dornröschen, 1867

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