Das Sommmerbett

Bild: © Harry Gruyaert / MAGNUM Photo

Nach den Eisheiligen werden die Nächte wärmer und die kalte Jahreszeit ist vorbei. Die Zeit der leichten Zudecken ist gekommen. Warum schwitzen wir eigentlich nachts?  Während des Schlafs verändert sich unsere Körpertemperatur. Zunächst sinkt sie, um im weiteren Verlauf  der Nacht wieder anzusteigen. Um die Körpertemperatur zu senken, gibt der Körper Wärme in Form von Feuchtigkeit (Schweiß) ab. Diese Feuchtigkeit muss schnell vom Körper wegtransportiert werden, denn nur ein trockenes Bett ist ein warmes Bett und verhindert das Auskühlen des Körpers. Im weiteren Verlauf der Nacht, wenn die Körpertemperatur abgesenkt wurde, benötigen wir eine wärmende Schutzschicht. Doch wohin mit der Feuchtigkeit? Hier kommt die Natur ins Spiel, denn sie hat (Hohlraum)Fasern geschaffen, die in der Lage sind, Feuchtigkeit zu absorbieren. Tierhaare wie z.B. Schafschurwolle, Kamelhaar, Wildseide oder pflanzliche Fasern wie Kapok, verfügen über Thermoregulations-Eigenschaften. Sie können Feuchtigkeit „aufzusaugen“ und sorgen im Bett für das notwendige trockene, warme Bettklima.

In seiner UntersuchungAuswirkungen passiver Änderungen des Bettklimas auf den Schlaf hat der Regensburger Schlafforscher Jürgen Zulley festgestellt:

„Eine passive Veränderung des Bettklimas (ohne externes Aufheizen oder Abkühlen) kann besser durch das Oberbett erreicht werden, da etwa 80% der im Schlaf abgegebenen Feuchtigkeit über das Oberbett in den Raum gelangt. Somit beeinflusst das Oberbett wesentlich stärker als die Matratze das Betthöhlenklima. Durch Unterschiede im Wärme- und Feuchtigkeitstransport des Oberbetts lässt sich das Betthöhlenklima passiv verändern.“

Federn und Daunen sind zwar „federleicht“, können jedoch keine Feuchtigkeit aufnehmen. Das Resultat: der Schweiß kann nicht abtransportiert werden, es bildet sich ein Feuchtigkeitsfilm auf der Haut, oder die Bekleidung und das Oberbett werden klamm. Ein feuchtes Oberbett ist der Lebensraum der Hausstaubmilben, wo sie sich von Hautschuppen ernähren. Deshalb ist es wichtig Daunendecken oder -kissen regelmäßig zu reinigen. Hohlraumfasern wie Schafschurwolle, Kamelflaumhaar oder Wildseide speichern die Feuchtigkeit in jeder einzelnen Faser und sorgen für eine trockene, warme Umgebung.

Oberbetten aus Wildseide sind klassische Sommerdecken. Die leichte Wildseide „kühlt“ und kann gleichzeitig die Feuchtigkeit, die im Schlaf abgeben wird  aufnehmen. Und das bis zu einem Drittel ihres eigenen Gewichts. Gerade für Menschen die sehr stark schwitzen ist Wildseide ein ideales Oberbett. In Kombination mit einer Wildseiden-Bettauflage schlafen Sie auch in heißen Sommernächten erholsam.

Kamelflaumhaar im naturbelassenen Zustand, ist eines der wertvollsten Materialien für Bettausstattungen. Das Wollfett, im pharmazeutischen Bereich Lanolin genannt, neutralisiert Gerüche, Bakterien und die Stoffwechselgifte aus unserem Schweiß. Bettwaren aus Kamelflaumhaar reinigen sich selbst und bedürfen keiner Wäsche. Kamelflaumhaar kann, ein Drittel seines Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen. Das leichte Kamelflaumhaar ist das Füllmaterial für Ganzjahresdecken. Ob heiße Sommernächte oder kalte Winternächte, eine Kamelflaumhaardecke schützt den Körper vor Überhitzung und Auskühlung. Kein Wunder den die Trampeltiere, die das Haar liefern, müssen Temperaturunterschiede von bis zu 40 Grad „ertragen“.

Zusammenfassung:

  • Oberbetten (und Bettauflagen) aus Naturfasern wie Wildseide, Kamelflaumhaar oder Schafschurwolle transportieren den Schweiß rasch von unserem Körper und nehmen ihn in ihren Fasern auf. So entsteht ein trockenes, warmes Bettklima. Hausstaubmilben siedeln sich in einem feuchten, warmen Klima z.B. in Daunendecken und -kissen an.
  • Wildseide und Kamelflaumhaar sind temeraturausgleichend.
  • Wildseide ist eine reine Sommerdecke, Kamelflaumhaar ist DIE Ganzjahrsdecke.
  • Wollfett/Lanolin sorgt für eine  Selbstreinigung.

Achten Sie beim Kauf auf rückstandskontrollierte Qualitäten. Verlassen Sie sich auf Ihr Gefühl. Fassen Sie das Material an, fühlen Sie es mit Ihren Körper, schließlich sind Sie jede Nacht mehrere Stunden in die Bettwaren eingehüllt. Kaufen Sie nicht die „Katze im Sack“. Neben allen positiven Eigenschaften der hier vorgestellten Materialien ist ein Faktor sehr wichtig: ihr Wohlgefühl, denn alles was mit dem Schlaf zu tun hat, sollte ein positives Gefühl hervorrufen.

Und wenn Sie noch den passenden Bezug für das neue Oberbett suchen, empfehlen wir Bettwäsche aus Leinen. Leinen kann, wie die oben vorgestellten Fasern, Feuchtigkeit „aufsaugen“ und kühlt in heißen Nächten.Das natürliche Wachs des Leinen, verhindert Gerüche und sorgt für ein deutlich längeres Frischegefühl im Bett als Baumwolle oder Kunstgewebe. und gibt durch die glatte Oberfläche ein einzigartiges Gefühl auf unsere Haut.

Wir wünschen Ihnen traumhafte Sommernächte.

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