Ständige Erreichbarkeit führt zu Schlafdefiziten

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Foto: Lisa Risager , CC BY-SA 2.0

Dienstliche Emails oder der Chef ruft nochmal an, immer mehr Arbeitnehmer sind auch in Ihrer Freizeit beruflich erreichbar. Selbst wenn sie freiwillig gewählt wurde oder als notwendig angesehen wird, führt diese ständige Erreichbarkeit zu Defiziten in der Erholung und beim Schlaf.

Laut einer Studie der iga (Initiative Gesundheit und Arbeit) leiden Berufstätige, die auch in ihrer Freizeit für den Job auf Abruf bereitstehen, häufiger unter schlechterem Schlaf. Der Anteil der Beschäftigten, die wegen der permanenten Erreichbarkeit nicht zur Ruhe kommen, sich schlecht erholen oder gedanklich von der Arbeit lösen können, ist signifikant größer als bei Berufstätigen mit klar abgegrenzter Freizeit.

Zudem fällt es den Betroffenen schwerer, sich in der Freizeit ausreichend von ihrem Job zu distanzieren und abzuschalten was oftmals zu familiären Problemen führt.

Was die Trennung von Arbeit und Freizeit betrifft, äußerten viele Befragte das Bedürfnis nach klareren Grenzen: Ein Großteil der befragten Erreichbaren (60 Prozent) wünscht sich gesetzliche oder betriebliche Regelungen für die Erreichbarkeit. Bei ihren Partnern liegt die Quote bei 83 Prozent. Fast 70 Prozent der Lebensgefährten gaben an, Erreichbarkeit nach der Arbeit sollte komplett entfallen.

In der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) kooperieren gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung. Ziel der Initiative ist es, arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren durch Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung vorzubeugen.
Quelle: iga.Report 23, finanznachrichten.de

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4 Gedanken zu “Ständige Erreichbarkeit führt zu Schlafdefiziten

  1. Ich wäre auch sehr dafür, dass es gesetzlich geregelt wird. Viel zu viele werden heute von Ihren Arbeitgeber in der Freizeit „belästigt“. Wenn ein Mitarbeiter schon rund um die Uhr erreichbar sein soll, dann sollte er diese Bereitschaft auch extra bezahlt bekommen.

    Gefällt 1 Person

  2. Das leuchtet mit sehr ein und ganz ehrlich empfinde ich es als übergriffig in meiner Freizeit noch vom Arbeitgeber belämmert zu werden!
    Aber ständige Erreichbarkeit an sich ist ja in Frage zu stellen, ich will das nicht und bin es auch nicht, da bleibe ich hart. Man hat doch die Wahl, ob man ans Telefon geht, ans Handy oder die Mails anschaut etc.- die meisten versklaven sich in meinen Augen freiwillig.
    herzliche Grüsse an dich
    Ulli

    Gefällt 1 Person

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