Anna Ritter – Schlafe, ach schlafe

pasquale-de-antonis-ermafrodita-dormiente-1947

Foto: Pasquale de Antonis – Ermafrodita dormiente, 1947

Schlafe, ach schlafe
Und dürft‘ ich dich wecken zum Sonnenlicht
Aus Schatten des Todes, ich thät es nicht,
Ich sänke nieder an deinem Grab
Und leise raunt ich ein Lied hinab:
Schlafe, ach schlafe!

O laß in dein traumtiefes Kämmerlein
Kein Fünkchen des schimmernden Licht’s hinein,
Denn was die Sonne dir auch verspricht,
So hell, so strahlend – sie hält es nicht.
Schlafe, ach, schlafe.

Anna Ritter (1865-1921)  veröffentlichte 1898 ihre erste Gedichtesammlung. 1900 wurde sie Mitarbeiterin der Zeitschrift „Die Gartenlaube“. Ritter gehörte zum Kreis der Autoren und Schriftsteller, die im Auftrag des Kölner Schokoladeproduzenten Ludwig Stollwerck an der literarischen Gestaltung der Stollwerck-Sammelbilder und Sammelalben mitarbeiteten.

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