Über den Mythos 8 Stunden am Stück zu schlafen. 1/2

Im BBC News Magazine räumt Stephanie Hegarty mit dem Mythos auf, 8 Stunden am Stück zu schlafen. Bezugnehmend auf das Buch „Evening’s Empire – A History of the Night in Early Modern Europe“ des Historikers Craig Koslofsky, beschreibt Hegarty das die Menschen früher nicht am Stück schliefen, sondern zwischen dem ersten und zweiten Schlaf unterschieden.

Das dies ein natürliches menschliches Verhalten ist, hat der amerikanische Psychiater Thomas Wehr in den frühen 1990er Jahren nachgewiesen. Die Versuchspersonen mussten sich einen Monat lang in einem Gebäude aufhalten, in dem es 14 Stunden stockdunkel war. Das Ergebnis: nach und nach begannen die Versuchspersonen ihren Schlaf in vier Stunden Blöcke zu segmentieren.

Der Historiker Roger Ekirch hat 2001 in seinem Buch „At Days Closed -Night in Times Past“ mehr als 500 Quellen angeführt, die zeigen, das das menschliche Schlafverhalten nicht aus einem Schlaf besteht, sonder seit der Antike (von Homers Odyssey bis zu aktuellen Untersuchungen) in zwei Blöcke aufgeteilt wurde.

Hier geht es zu dem lesenswerten Artikel.

Im nächsten Teil berichten wir darüber, was Menschen nachts zwischen zwei Schlafblöcken anstellen.

Du sollst nicht durchschlafen von Philipp Dahm

Die Industrialisierung hat unser Schlafverhalten nachhaltig verändert. Während wir früher innerhalb von 24 Stunden mehrmals schliefen, schlafen wir heute nur noch einmal in 24 Stunden. Schlafforscher haben nach Versuchen darauf hingewiesen, das der Mensch unbedrängt wieder zum Mehrphasen-Schlaf zurückkehrt. Im Schweizer Online-Magazin 20 Minuten Online hat Philipp Dahm einen interessanten Beitrag dazu veröffentlicht.

Das Ideal vom achtstündigen Schlaf ist eine Erfindung der Neuzeit – eine gefährliche. Unsere Vorfahren konntens besser, sie schliefen in zwei Phasen. Dazwischen: Beten, Schwatzen, Rauchen und Sex. Weiterlesen