Wer hat an der Uhr gedreht?


In der vom 27. auf den 28. Oktober dürfen wir unsere Uhren um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückstellen. Die staatlich verordnete Sommerzeit ist offiziell beendet und die Normalzeit bestimmt wieder unseren Alltag. Vor fast einhundert Jahren wurde das erste Mal an der Uhr gedreht. 1975 wurde dann unter dem Einfluss der sogenannten Ölkrise von fast allen Ländern der damaligen europäischen Union die Sommerzeit beschlossen.

Seitdem wird über Sinn und Unsinn der Zeitverstellungen gestritten. Wissenschaftler weisen auf die gesundheitlichen Risiken hin. In den 1980er und 90er Jahren untersuchte der amerikanische Wissenschaftler Stanley Coren unfallbedingte Todesfälle im zeitlichen Umfeld der Umstellung auf die Sommerzeit und bei der Rückstellung auf die Normalzeit. Das Ergebnis zeigte einen Anstieg der Unfälle mit Einführung der Sommerzeit und einen leichten Rückgang mit dem Beginn der Winterzeit. Coren vertritt die Auffassung, dass der Anstieg der tödlichen Unfalle im Frühjahr mit dem zeitlichen Verlust einer Stunde zusammenhängt, während der Rückgang der Unfälle während der Umstellung auf die Winterzeit mit dem Gewinn einer Schlafstunde zusammenhängt.

Während Russland schon vor zwei Jahren die Zeitumstellerei für beendet erklärte, regt sich in Deutschland unterschwellig Widerstand. Der Erlanger Arzt Hubertus Hilgers hat die Petition „„Beibehaltung der Normalzeit – Abschaffung der Sommerzeitverordnung“ ins Leben gerufen. Hier gelangen Sie zu der Petition.

Die Partei „Die Grünen“ hat auf ihren letzten Bundesparteitagen wiederholt die Forderung nach Beibehaltung der Normalzeit erhoben. „Beim eingeführten halbjährlichen Zeitwechsel ist weder aus ökonomischer noch aus ökologischer oder sozialer Sicht ein Nutzen erkennbar. Durch die Zeitumstellung wird nachgewiesenermaßen keine Energie eingespart und es besteht eine Gefahr für die Gesundheit zahlreicher Menschen. Kurz: Die Nachteile überwiegen deutlich.“ Hier gelangen Sie zum Antrag der Grünen.

Da wir eine Stunde Schlaf zurückerhalten, schlafen Sie sich doch einmal richtig aus, geniessen Sie den Sonntag mit einem ausgiebigen Spaziergang durch den leuchtenden Herbstwald, gehen Sie zeitig zu Bett und beginnen die neue/alte Zeitperiode herrlich erholt und ausgeruht.

Hier noch der Link zu einem ausführlichen Beitrag zur Zeitumstellung:
 „Die Uhrenumstellung macht … dümmer, dicker, kränker und unfreundlicher.“

Wer hat an der Uhr gedreht? Zeitumstellung am 28. Oktober 2012

© scusi – Fotolia.com

Am Sonntag den 28. Oktober 2011 ist es wieder so weit. Die Umstellung von Sommer- auf Normalzeit wird um 03:00 Uhr in der Früh vollzogen. Für viele Menschen ist die Umstellung auf die Sommerzeit belastender, als die Rückstellung der Uhr im Herbst. Trotzdem leiden viele Menschen unter der Zeitumstellung. Frauen, ältere Menschen, Säuglinge und Kinder, deren Organismus sich mit der Anpassung an Zeitumstellungen schwerer tut, sind in der Regel stärker betroffen. Die meisten Betroffenen klagen über Anpassungsproblemen wie Schlafstörungen, Unwohlsein, depressive Stimmung und Appetitlosigkeit. Die Schwere der Symptome sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und können bis zu zwei Wochen andauern

Schlafmediziner und Chronobiologen beklagen seit Jahren das Spiel mit der inneren Uhr. In den 1980er und 1990er Jahren untersuchte der amerikanische Wissenschaftler Stanley Coren unfallbedingte Todesfälle im zeitlichen Umfeld der Umstellung auf die Sommerzeit und bei der Rückstellung auf die Normalzeit. Das Ergebnis zeigte einen Anstieg der Unfälle mit Einführung der Sommerzeit und einen leichten Rückgang mit dem Beginn der Winterzeit. Coren vertritt die Auffassung, dass der Anstieg der tödlichen Unfalle im Frühjahr mit dem zeitlichen Verlust einer Stunde zusammenhängt, während der Rückgang der Unfälle während der Umstellung auf die Winterzeit mit dem Gewinn einer Schlafstunde zusammenhängt.  In Russland wurde die Zeitumstellung mit Wirkung zum 31. Oktober 2011 mi der Begründung aufgehoben: weniger Stress für Mensch und Tier.

Sollten Sie mit der Zeitumstellung Ende Oktober Probleme mit Ihrem Biorhythmus bekommen, so empfiehlt sich eine schrittweise Anpassung, indem Sie einige Tage vorher später zu Bett gehen und auch später aufstehen. Gerade jetzt sollten Sie die Regeln der Schlafhygiene beachten: meiden Sie umfangreiche Mahlzeiten am Abend, keine aufputschenden Getränke, keine Streitgespräche, versuchen Sie den Abend harmonisch und ausgleichend zu gestalten.

Sind Sie stark von der Zeitumstellung betroffen, sollten Sie in der Woche nach der Umstellung besonders achtsam im Straßenverkehr und bei unfallgefährdeten Tätigkeiten sein. Machen Sie öfter eine Pause und benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel.

Als überzeugte Verfechter des Mittagsschlaf, empfehlen wir Ihnen, ausnahmsweise, in der Übergangsphase auf den Mittagsschlaf zu verzichten, so kann sich Ihre innere Uhr besser neujustieren.

Die Einnahme von Schlaftabletten ist überflüssig und verhilft Ihnen zu keinem gesunden Schlaf. Ein Schlaftee, Entspannungsübungen, oder ein warmes Fußbad sind hilfreicher und gesünder.