William Shakespeare – The Tempest

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John William Waterhouse, Miranda – The Tempest, 1916

Sei nicht furchtsam, die Insel ist voll von Geräuschen,
Tönen und anmutigen Melodien, was Freude bringt und nicht schmerzt.
Manchmal erklingen tausend klimpernde Instrumente
Über meinem Haupte – und manchmal hör‘ ich Stimmen,
Die, wenn ich nach langem Schlaf erwachen würde,
Mich wieder schläfrig machten; dann deucht’s mir im Traume
Die Wolken täten sich auf und offenbarten Schätze,
Bereit, auf mich herab zu regnen, dass ich, wenn ich erwache,
Schrei‘ und weine, weil ich wieder träumen möchte.

Be not afeard: the isle is full of noises,
Sounds and sweet airs, that give delight, and hurt not.
Sometimes a thousand twangling instruments
Will hum about mine ears; and sometimes voices,
That, if I then had wak’d after long sleep,
Will make me sleep again: and then, in dreaming,
The clouds methought would open and show riches
Ready to drop upon me; that, when I wak’d
I cried to dream again.
The Tempest, William Shakespeare

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William Shakespeare

Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage:
Ob’s edler im Gemüt, die Pfeil‘ und Schleudern
Des wütenden Geschicks erdulden, oder,
Sich waffnend gegen eine See von Plagen,
Durch Widerstand sie enden. Sterben – schlafen –
Nichts weiter! – und zu wissen, daß ein Schlaf
Das Herzweh und die tausend Stöße endet,
Die unsers Fleisches Erbteil – ’s ist ein Ziel,
Aufs innigste zu wünschen. Sterben – schlafen –
Schlafen! Vielleicht auch träumen! – Ja, da liegt’s:
Was in dem Schlaf für Träume kommen mögen,
Wenn wir den Drang des Ird’schen abgeschüttelt,
Das zwingt uns still zu stehn. Das ist die Rücksicht.
Monolog aus Hamlet, 3. Akt 1. Szene; aus dem Englischen von August Wilhelm Schlegel

William Shakespeare

Nicht Mandragora noch Mohn
Noch alle Schlummersäfte der Natur
Verhelfen Dir zu dem süßen Schlaf,
der gestern dein noch war.