Meisterwerke die im Bett entstanden (2)

Im zweiten Teil unserer kleine Reihen von Kunstwerken die im Bett entstanden sind, stellen wir Ihnen heute vor:

John Lennon und Yoko Ono
Am 24. März 1969 hielt ein weißer Rolls-Royce vor dem Hilton Hotel in Amsterdam. Ein frisch verheiratetes Paar stieg aus dem Wagen und schritt erhobenen Hauptes in die Präsidentensuite und blieb dort eine Woche im Bett. John Lennon und Yoko Ono starteten ihr berühmtes Bed-in. Damit wollten die beiden ihren Protest gegen den Krieg, vor allem in Vietnam, demonstrieren. Von 9 bis 21 Uhr stand die Suite der Weltpresse offen, die fleißig berichtete. Einem Reporter des kanadischen Senders CBC sagte Lennon: „Wenn Hitler und Churchill im Bett geblieben wären, wären heute noch viele Menschen am Leben.“

© Nationaal Archief, Den Haag, CC BY-SA 3.0 nl

Ragnar Kjartansson
2011 inszenierte der isländische Performancekünstler im Carnegie Museum of Art’s, Hall of Sculpture in Pittsburgh ein Performance mit seinen drei Nichten. Ragnheidur Harpa , Rakel Mjöll und Íris María Leifsdóttir wiederholten dabei einen Vers von Allen Ginsberg drei Wochen lang, sechs Stunden täglich.

Die endlose Wiederholung der Texte, die auf einer Gitarre melancholisch begleitet wird, schwingt mit dem historischen Skulpturenraum des Museums. Der ständig wiederkehrende Chorus und die drei Mädchen, die auf einem mit blauem Satin bedeckten Sockel sitzen, verwandeln die Marmorhalle in einen zusammenhängenden Ort, an dem verschiedene Teilnehmer im Dialog stehen: Ginsbergs Gedicht und seine romantische Deklaration, die neoklassizistischen Gipsabdrücke der alten Skulpturen und die drei jungen Sängerinnen verkörpern sowohl klassische als auch zeitgenössische Schönheitsideale.

Der nächsten Teil unserer Reihe führt uns nach Mexiko und nach Frankreich. Lassen Sie sich überraschen.

Yoko Ono – Bed in

Dear Friends,
In 1969, John and I were so naïve to think that doing the Bed-In would help change the world. Well, it might have. But at the time, we didn’t know.

It was good that we filmed it, though. The film is powerful now. What we said then could have been said now.

In fact, there are things that we said then in the film, which may give some encouragement and inspiration to the activists of today. Good luck to us all.

Let’s remember WAR IS OVER If We Want It.
It’s up to us, and nobody else.
John would have wanted to say that.
Love, Yoko

Yoko Ono Lennon
New York, USA
September 2013