Das Bett in der Kunst

Als Schauplatz von Geburt, Liebe, Krankheit und Tod ist das Bett ein beliebtes künstlerisches Motiv und nicht selten hat seine Darstellung metaphorische Bedeutung. In der bildenden Kunst wird das Bett nicht nur als Schlafstatt, sondern auch als Stätte der Zweisamkeit, der Politik, der Satire, der Werbung bis hin zum Krankenlager und traditioneller Ort des Sterbens erhoben.

Mit Werken von Adol Menzel, Joana Vasconcelos, John Singer Sargent, Mary Cassatt, Nederlands Dans Theater, Edvard Munch, Wiliam Turner, Sergio Larrain, Jean-Honore Fragonard, John Lennon und Yoko Ono, Heinrich Zille, Jean-Baptiste Greuze, Tracy Emin . . . Die Sammlung wird laufend aktualisiert.

Andrea Kiss – Insomnia, 2015


Chris Steele-Perkins – Ray Prike looks after his mother Doris 96 who has dementia, 2009


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Anne-Marie Wielhouwer Littenberg – Self portait, 2017


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Berlinde De Bruyckere – Slaapzaal III, Blankets and wood, 1999


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Will Ryman’s The Bed Art Installation at the Saatchi Gallery 2008 in London, England


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Paul Poiret – Schlafzimmerentwurf, 1924


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Conrad Felixmüller – Das eingeschlafene Modell


HUJP.PH.21233-3, 9/15/04, 4:52 PM, 16G, 5552x5616 (320+991), 100%, Eakins, 1/100 s, R69.3, G54.8, B77.9

HUJP.PH.21233-3, 9/15/04, 4:52 PM, 16G, 5552×5616 (320+991), 100%, Eakins, 1/100 s, R69.3, G54.8, B77.9

Peter Hujar – Candy Darling on her deathbed, 1973


USA. Kenner, Louisiana. 2002. Herman's bed.

USA. Kenner, Louisiana. 2002. Herman’s bed.

Alec Soth – Herman’s bed. Sleeping by the Mississippi, 2002


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Eva Rubinstein – Bed in mirror , Rhode Island, 1972


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Christian Coigny

Christian Coigny


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© Dimitrije Popović

Dimitrije Popović – Aus dem Zyklus „Kafka“


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Edgar Degas – Repos sur le lit, 1876777


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Vasily Polenov – Kranke Frau, 1886


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Douglas Kirkland, One night with Marilyn Monroe – Horizontal Classic
Kirklands erster großer Auftrag: 17.November 1961, Fotoshooting mit Marilyn Monroe für das Cover der Jubiläumsausgabe des Magazins „Look“.


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Eugene Delacroix – Le lit défait, 1828


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Vincent van Gogh – Das Zimmer des Malers in Arles
Vincent Willem van Gogh (1853-1890) zählt zu den Begründern der modernen Malerei. Sein jüngerer Bruder Theo, der in Paris in einer Kunsthandlung angestellt war, machte ihn mit impressionistischen Malern bekannt und förderte ihn, vor allem finanziell. van Gogh, der Autodidakt, schuf Werke, an die sich kein Künstler vor ihm gewagt hatte: anspruchslose Dinge des Alltags. Ein Beispiel ist das obige Bild. In einem Brief an seinen Bruder Theo schrieb Vincent über das Bild: „Ich habe eine neue Idee … diesmal will ich ganz einfach mein Zimmer malen, aber hier muß die Farbe alles tun und durch die Vereinfachung dem Ganzen mehr Stil geben; es soll eine Wirkung von Ruhe und von Schlaf davon ausgehen. Mit anderen Worten: Der Anblick des Bildes soll die Nerven und die Phantasie beruhigen.“ Man sieht, das es van Gogh nicht darum ging die Wirklichkeit abzubilden. Farbe und Formen sind dazu da, die Stimmung festzuhalten, die von den dargestellten Dingen in ihm ausgelöst wurden.


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Unbenannt

Joana Vasconcelos –  Cama Valium (Valium Bed), 1998


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Bed in – John Lennon und Yoko Ono,
Amsterdam Hilton Hotel, Presidential Suite 701, 20. März 1969


Adolph Menzel Ungemachtes Bett

Adolph Menzel – Ungemachtes Bett, 1845
Adolph Menzel (1815-1905) ist ein Meister des Realismus.. Detailgenauigkeit und ein hoher Authentizitätsanspruch ziehen sich durch sein gesamtes Werk. Die im Skizzenbuch von 1836 mehrfach variierten, zerknüllten Kissen, ebenso ein aufgebettetes Sofa, zeigen das Bemühen Menzels, das Spezifische zu erfassen, ohne die Souveränität des vorliegenden Blattes zu erreichen. In diesen frühen Jahren des Broterwerbs durch Lithographiertätigkeit studierte er intensiv Dürers Graphik. Das aufgewühlte Federbett lässt kaum an entspanntes Schlummern denken, eher an die Last der entflohenen Nacht. Das Kopfkissen formt sich grotesk zur Zipfelmütze. Menzel zeichnete sein Nachtlager 1845 als abstrahiertes Selbstporträt.


Mary Cassatt - Fruehstueck im Bett1897

Mary Cassatt – Frühstück Im Bett, 1897


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Lovis Corinth – Morgensonne, 1910


Georg Pauli - The Reading Light (1884)

Georg Pauli – Das Leselicht, 1884


Nederlands Dans Theater – Jiri Kylians „Birth-Day“


Munch Museum, Oslo, Norwegen

Edvard Munch – Selbstportrait zwischen Uhr und Bett, 1940-43


British Museum, London, UK

Wiliam Turner – A bed drapery study


Privatbesitz

Yiannis Tsaroychis – Gendarmerie sitting on bed with a fallen rose, 1947/48


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John Singer Sargent – Artist in his studio, 1904
Das Gemälde entstand während eines Sommeraufenthalts 1904 in Purtud, Aostatal und zeigt den italienischen Landschaftsmaler Ambrogio Raffele.


© MAGNUM PHOTO

Sergio Larrain – Iran, 1959
Sergio Larrain (1931-2012) Dramatisches Licht, tiefe Schatten, experi­mentelle Bildausschnitte prägen seine ungeschön­ten, einfühlsamen Schwarz-Weiß-Bilder der Armen, die stets ein Hauch von Poesie umgibt. Sergio Larrain wurde auf Einladung seines Freundes Henri Cartier-Bresson Mitglied der Agentur Magnum Pho­tos, der er von 1959-63 angehörte, bevor er sich in sein Heimatland Chile zurück zog.


Edvard Munch – Am Totenbett, 1893


© The Ethelyn Bros Photography Purchase Fund

Nancy Rexroth – A womans bed, 1970


Chris Craymer – Romance, 2009


Alte Pinakothek, München

Jean-Honore Fragonard – Mädchen mit Hund, 1770


Privatbesitz

Pablo Picasso – Frau mit Katze, 1900


Musée d’Orsay, Paris, Frankreich

Frederic Bazille – Das improvisierten Feldlazarett oder Claude Monet nach seinem Unfall am Inn, 1865


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Ron Mueck – Installation von „In bed“, Gallery of Modern Art, Brisbane, Australien 2005


2-M145-A1-1904-1 (259586) 'Interieur' Vallotton, Felix 1865-1925. 'Interieur', 1904. Öl auf Karton, 61,5 x 56 cm. Inv.Nr. 4902 St.Petersburg, Staatliche Ermitage. E: 'Interieur' Vallotton, Felix 1865-1925. 'Interieur', 1904. Oil on card, 61.5 x 56cm. Inv.Nr. 4902 St Petersburg, State Hermitage. F: 'Intérieur' Vallotton, Félix ; 1865-1925. - 'Intérieur', 1904. Huile sur carton, H. 0,615 ; L. 0,560. Inv. n° 4902 Saint-Pétersbourg, Musée de l'Ermitage.

Musée de l’Ermitage, St Petersburg

Felix Vallotton – Interieur, 1904


Irving Penn - Girl in Bed (1949)
Irving Penn – Girl in Bed (1949)


Martha Rosler - Beauty Rest, c. 1967-72
Martha Rosler – Beauty Rest, c. 1967-72


Käthe Kollwitz - Besuch im Krankenhaus
Käthe Kollwitz – Besuch im Krankenhaus


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Antoni Tapies – Lit and bed, 2006


Daumier
Honoré Daumier – Tageslauf eines Junggesellen, abends 9 Uhr


Frederic Bazille - Improvisiertes Feldlazarett, 1865
Frederic Bazille – Improvisiertes Feldlazarett, 1865


Van Gogh Museum, Amsterdam

Van Gogh Museum, Amsterdam

Vincent van Gogh – Das Schlafzimmer in Arles


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Zeichnung Henry Shaw, 1832

The Great Bed of Ware


Arts Council Collection, Southbank Centre, London, UK

John Randall Bratby – Jean reading, 1953


Kunstmsueum Solothurn

Ferdinand Hodler – Die tote Valentine Gode-Darel, 1915
Hodler dokumentierte zwischen 1912 und 1915 den Verfalls- und Sterbeprozess seiner 20 Jahre jüngeren krebskranken Geliebten Valentine Godé-Darel in einem Zyklus aus mehr als 120 Zeichnungen, Skizzen sowie 18 Ölgemälden. Schonungslos realistisch malte der Schweizer Künstler allein drei Totenbettszenen, darunter das hier gezeigte extreme Querformat.


Henry P. McIlhenny Collection, Museum of Art Philadelphia

Edgar Degas – Le Viol (Die Vergewaltigung), um 1868/69


Lou Reed – The Bed, 1973


Käthe Kollwitz - Besuch im Krankenhaus

Käthe Kollwitz – Besuch im Krankenhaus


Foundation E.G. Bührle, Zurich, Schweiz

Edouard Manet – Freitod, 1880


Privatbesitz

Jacek Yerka – Posłanie w lesie w księżycową noc (Das Mondscheinbett), 2002


Rik Wouters - Reading woman, 1915

Rik Wouters – Nel lesend im Bett, 1915


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Eliseu Visconti – Im Sommer


Young Woman Reading in Bed — Lucien Abrams

Lucien Abrams – Junge Frau im Bett lesend


Michelangelo Pistoletto - Bed,
Michelangelo Pistoletto – Bed, 1976


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Honoré Daumier – Der eingebildete Kranke


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Hubertine Heijermans – Watercolor art of my hospital bed, nr. 23, 1990


Ferdinand Hodler Valentine Gode Dare im Krankenbett 1914

Ferdinand Hodler – Valentine Gode Dare im Krankenbett, 1914


Matisse sculpting in his apartment, 1951

Henri Matisse bei der Arbeit. Nach einer Darmoperation und einer Grippeinfektion malte und zeichnete Matisse wärend der Rekonvaleszenz im Bett.


Carl Spitzweg

Carl Spitzweg – Der arme Poet, 1839
Der arme Poet ist das bekannteste und beliebteste Bild des deutschen Malers Carl Spitzweg. Lange wurde gerätselt, was der Poet mit den Fingern der rechten Hand macht. Eine naheliegende Vermutung ist, dass er einen Vers skandiert. Nach einer anderen Interpretation zerdrückt er zwischen seinen Fingern einen Floh – womit Spitzweg ironisch die Diskrepanz zwischen dem Anspruch des Dichters und der Wirklichkeit darstellen würde. Die ersten Kritiken für den armen Poeten waren so schlecht, dass Spitzweg seine Bilder fortan nicht mehr mit seinem Namen, sondern lediglich mit seinem Monogramm, einem stilisierten Spitzweck (einem rautenförmigen Brötchen) signierte. Aus wikipedia.de

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Heinrich Zille – In der Dachstube, um 1912
Heinrich Rudolf Zille war ein deutscher Grafiker, Maler und Fotograf. In seiner Kunst bevorzugte der „Pinselheinrich“ genannte Zille Themen aus dem Berliner Volksleben, das er ebenso lokalpatriotisch wie sozialkritisch darstellte.


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Hermann Fenner-Behmers – Der Bücherwurm, 1906


Greuze

Jean-Baptiste Greuze – Totenbett mit klagenden Kindern, 1778


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Tracey Emin, My Bed, 1998
Komposition aus Zigarettenstummeln, gebrauchten Kondomen und verschmutzten Papiertaschentüchern, einem gebrauchten Slip, einer benutzte Damenstrumpfhose und zwei Kopfkissen. Neben dem Bett findet sich auch eine angetrunkene Wodka-Flasche. . Aufsehen erlangte das Kunstwerk der Turner Preisträgerin als es im Sommer 2014 für € 3,2 Millonen versteigert wurde.

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