Ostern 2017

Wir wünschen unseren Lesern erquickliche Ostertage. Die Redaktion hält es mit Lessings Ode an die Faulheit: „Ach!. . . ich gähn!. . . ich. . . werde matt“ und schläft sich mal wieder richtig aus.

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Johann Sebastian Bach – Schlummert ein, ihr matten Augen

Schlummert ein, ihr matten Augen,
Fallet sanft und selig zu!
Welt, ich bleibe nicht mehr hier,
Hab ich doch kein Teil an dir,
Das der Seele könnte taugen.
Hier muß ich das Elend bauen,
Aber dort, dort werd ich schauen
Süßen Friede, stille Ruh.

„Ich habe genug“ ist eine der meistgespieltesten Kirchenkantaten Johann Sebastian Bachs. Die zentrale Arie „Schlummert ein, ihr matten Augen“ ist als Schlummerarie bekannt, die es zudem für Männer- und Frauenstimme gibt.

„Als Bach seine Basskantate „Ich habe genug schrieb“, konnte er nicht mehr auf die freien Formen der älteren deutschen Kirchenkantate zurückgreifen, wie sie z.B. Bruhns verwendet hatte. Seit spätestens 1710 sah eine Cantata im lutherischen Gottesdienst “nicht anders aus als ein Stück aus einer Opera: aus Rezitativen und Arien zusammengesetzt”. So hatte es der Hamburger Pastor Erdmann Neumeister, der “Erfinder” der modernen deutschen Kirchenkantate, von der poetischen Kanzel herab verkündet.“ Kammermusikführer

Wir haben uns für die Aufnahme von Karl Ristenpart und Dietrich Fischer-Dieskau aus dem Jahr 1951 entschieden, die Teil der CD Johann Sebastian Bach Cantatas 56 & 82 ist.

Dietrich Fischer-Dieskau „An den Schlaf“


Dietrich Fischer-Dieskau Bariton, Heribert Reimann Klavier

Schlaf! süßer Schlaf! obwohl dem Tod wie du nichts gleicht,
auf diesem Lager doch willkommen heiß‘ ich dich!
Denn ohne Leben so, wie lieblich lebt es sich!
So weit vom Sterben, ach, wie stirbt es sich so leicht!

Text von Heinrich Meibom (1638-1700) aus dem lateinischen übersetzt von Eduard Mörike, vertont von Hanns Eisler.