Zeitumstellung am 25.03.2017

© unbekannt

Die alljährliche Zeitumstellung im Frühjahr ist für viele Menschen eine Belastung. Seit Jahren versuchen engagierte Bürger dagegen anzugehen. Initiativen und Parteien zweifeln die Sinnhaftigkeit an. Doch warum ändert sich nichts? Der Deutsche Bundestag ist gar nicht befugt eine Änderung vorzunehmen, denn die Sommerzeit wurde EU-weit eingeführt und kann auch nur im Einvernehmen aller EU Mitgliedsstaaten wieder abgeschafft werden.

„Irgendwann ist die Richtlinie einmal beschlossen worden, aber der Aufwand diese jetzt wieder zurückzunehmen ist viel größer“, sagt Herbert Reul, der für die CDU im Europaparlament sitzt und sich dort seit über zehn Jahren für die Abschaffung einsetzt. „Wenn die Kommission ihrerseits einen Vorschlag machen würde, müssten die Mitgliedstaaten diesem nur noch zustimmen und umsetzen“, so Reul. Die EU-Kommission spielt jedoch den Ball zurück und sieht die Mitgliedstaaten am Zug. Dafür bräuchte es aber 28 Einzelentscheidungen, die letztlich zu einem einheitlichen Ergebnis gelangen müssten, um eine Neuregelung zu treffen. Lange nicht alle Mitgliedstaaten hätten sich aber bislang überhaupt mit dem Thema beschäftigt. „Es ist natürlich ein vergleichbar kleines Problem, drängendere Fragen drehen sich um die Flüchtlingskrise und Terrorabwehr“, so Reul.*

Nach einer Forsa-Umfrage für die Krankenkasse DAK-Gesundheit kämpft jeder vierte Deutsche mit gesundheitlichen Problemen wegen der Zeitumstellung. Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Schlafstörungen seien die häufigsten Beschwerden. Männer scheinen wegen der Zeitumstellung vor allem ein Problem mit der Pünktlichkeit zu haben: 27 Prozent sagen, dass sie deshalb morgens zu spät bei der Arbeit erscheinen; bei den Frauen sind es nur acht Prozent.

Wir haben in der Vergangenheit Wege zu einer sanften Umstellung des Körpers auf den neuen Schlaf-Wach-Rhythmus vorgestellt. Hier gelangen Sie zu dem Beitrag. Wir halten es mit Franz Kafka: „Dies frühzeitige Aufstehen macht einen ganz blödsinnig. Der Mensch muß seinen Schlaf haben.“

*Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/26240638 ©2017

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Wer hat an der Uhr gedreht? Am 29. Oktober 2016 endet die Sommerzeit

end_cestProtesten, Petitionen zum Trotz wird zweimal jährlich die Uhrzeit verstellt. Am Sonntag den 29. Oktober 2016 ist es wieder so weit. Die Umstellung von Sommer- auf Normalzeit wird um 03:00 Uhr in der Früh vollzogen. Für viele Menschen ist die Umstellung auf die Sommerzeit belastender, als die Rückstellung der Uhr im Herbst. Trotzdem leiden viele Menschen unter der Zeitumstellung. Frauen, ältere Menschen, Säuglinge und Kinder, deren Organismus sich mit der Anpassung an Zeitumstellungen schwerer tut, sind in der Regel stärker betroffen. Die meisten Betroffenen klagen über Anpassungsproblemen wie Schlafstörungen, Unwohlsein, depressive Stimmung und Appetitlosigkeit. Die Schwere der Symptome sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und können bis zu zwei Wochen andauern

Schlafmediziner und Chronobiologen beklagen seit Jahren das Spiel mit der inneren Uhr. In den 1980er und 1990er Jahren untersuchte der amerikanische Wissenschaftler Stanley Coren unfallbedingte Todesfälle im zeitlichen Umfeld der Umstellung auf die Sommerzeit und bei der Rückstellung auf die Normalzeit. Das Ergebnis zeigte einen Anstieg der Unfälle mit Einführung der Sommerzeit und einen leichten Rückgang mit dem Beginn der Winterzeit. Coren vertritt die Auffassung, dass der Anstieg der tödlichen Unfalle im Frühjahr mit dem zeitlichen Verlust einer Stunde zusammenhängt, während der Rückgang der Unfälle während der Umstellung auf die Winterzeit mit dem Gewinn einer Schlafstunde zusammenhängt.

Sollten Sie durch die Zeitumstellung Ende Oktober Probleme mit Ihrem Biorhythmus bekommen, so empfiehlt sich eine schrittweise Anpassung, indem Sie einige Tage vorher später zu Bett gehen und auch später aufstehen. Gerade jetzt sollten Sie die Regeln der Schlafhygiene beachten: meiden Sie umfangreiche Mahlzeiten am Abend, keine aufputschenden Getränke, keine Streitgespräche, versuchen Sie den Abend harmonisch und ausgleichend zu gestalten.

Als überzeugte Verfechter des Mittagsschlaf, empfehlen wir Ihnen, ausnahmsweise, in der Übergangsphase auf den Mittagsschlaf zu verzichten, so kann sich Ihre innere Uhr besser neujustieren.

Wer hat an der Uhr gedreht? Beginn des Sommerzeit am 27.03.2016

Dieses Jahr wird in der Nacht von Ostersamstag zu Ostersonntag, am 27. März 2016, die Uhrzeit um eine Stunde vorgestellt. Über Sinn und Unsinn dieser Maßnahme haben wir in der Vergangenheit berichtet.

Der mit der Zeitumstellung einhergehende Jetlag bedeutet, sich an ein einen neuen Schlaf-Wach-Rhythmus anzupassen. Und diese Anpassung bereitet vielen Menschen, besonders kleinen Kindern und älteren Menschen Schwierigkeiten. Man fühlt sich müde, schlapp, unkonzentriert und zur gewohnten Schlafenszeit hellwach. Hier finden Sie Tipps zur sanften Umstellung auf die veränderte Zeit.

Wer hat an der Uhr gedreht? Tipps zur Umstellung auf die Sommerzeit

chronobiologieÜber Sinn uns Unsinn der Zeitumstellung haben wir in der Vergangenheit berichtet. Heute wollen wir Ihnen praktische Hilfen zur Zeitumstellung vorstellen. In der Nacht vom 28. auf den 29. März 2015 werden die Uhren um 2:00 Uhr um 1 Stunde auf die Sommerzeit vorgestellt. Das bedeutet, sich an ein einen neuen Schlaf-Wach-Rhythmus anzupassen. Und diese Anpassung bereitet vielen Menschen, besonders kleinen Kindern und älteren Menschen Schwierigkeiten. Man fühlt sich müde, schlapp, unkonzentriert und zur gewohnten Schlafenszeit hellwach. Wir verraten Ihnen wie Sie sich sanft auf den neuen Schlaf-Wach-Rhythmus einstellen können:

  • Beginnen Sie eine Woche vor der Zeitumstellung damit, Ihre Termine um täglich 10 Minuten vorzuverlegen. Früher zu Bett gehen, früher aufstehen und früher Ihre Mahlzeiten einzunehmen. So können Sie die Zeitverschiebung stufenweise anpassen.
  • Gehen Sie am Vorabend der Zeitumstellung früher zu Bett.
  • Wer gerne mittags schläft, sollte in der ersten Woche darauf verzichten, um so den Schlafdruck am Abend zu erhöhen. Machen Sie lieber einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft.
  • Viel Bewegung an der frischen Luft bei Tageslicht hilft Ihrer inneren Uhr bei der Anpassung an den neuen Rhythmus. Ein Abendspaziergang sorgt für einen harmonischen Tagesausklang und lässt Sie besser einschlafen.
  • Vermeiden Sie abends üppige, schwerverdauliche Mahlzeiten und schränken Sie den Konsum von Tee, Kaffee, Alkohol und Nikotin ein.
  • Wenn Sie am Abend nicht einschlafen können, verzichten Sie auf Schlaftabletten, da diese zu keinem erholsamen Schlaf führen. Entspannungstees, ein warmes  Fußbad, Wollsocken und Entspannungsübungen fördern das Einschlafen.

Die Anpassungzeit beträgt 1-2 Wochen. Wir wünschen Ihnen einen guten Übergang in die Sommerzeit.

Wer hat an der Uhr gedreht?


In der vom 27. auf den 28. Oktober dürfen wir unsere Uhren um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückstellen. Die staatlich verordnete Sommerzeit ist offiziell beendet und die Normalzeit bestimmt wieder unseren Alltag. Vor fast einhundert Jahren wurde das erste Mal an der Uhr gedreht. 1975 wurde dann unter dem Einfluss der sogenannten Ölkrise von fast allen Ländern der damaligen europäischen Union die Sommerzeit beschlossen.

Seitdem wird über Sinn und Unsinn der Zeitverstellungen gestritten. Wissenschaftler weisen auf die gesundheitlichen Risiken hin. In den 1980er und 90er Jahren untersuchte der amerikanische Wissenschaftler Stanley Coren unfallbedingte Todesfälle im zeitlichen Umfeld der Umstellung auf die Sommerzeit und bei der Rückstellung auf die Normalzeit. Das Ergebnis zeigte einen Anstieg der Unfälle mit Einführung der Sommerzeit und einen leichten Rückgang mit dem Beginn der Winterzeit. Coren vertritt die Auffassung, dass der Anstieg der tödlichen Unfalle im Frühjahr mit dem zeitlichen Verlust einer Stunde zusammenhängt, während der Rückgang der Unfälle während der Umstellung auf die Winterzeit mit dem Gewinn einer Schlafstunde zusammenhängt.

Während Russland schon vor zwei Jahren die Zeitumstellerei für beendet erklärte, regt sich in Deutschland unterschwellig Widerstand. Der Erlanger Arzt Hubertus Hilgers hat die Petition „„Beibehaltung der Normalzeit – Abschaffung der Sommerzeitverordnung“ ins Leben gerufen. Hier gelangen Sie zu der Petition.

Die Partei „Die Grünen“ hat auf ihren letzten Bundesparteitagen wiederholt die Forderung nach Beibehaltung der Normalzeit erhoben. „Beim eingeführten halbjährlichen Zeitwechsel ist weder aus ökonomischer noch aus ökologischer oder sozialer Sicht ein Nutzen erkennbar. Durch die Zeitumstellung wird nachgewiesenermaßen keine Energie eingespart und es besteht eine Gefahr für die Gesundheit zahlreicher Menschen. Kurz: Die Nachteile überwiegen deutlich.“ Hier gelangen Sie zum Antrag der Grünen.

Da wir eine Stunde Schlaf zurückerhalten, schlafen Sie sich doch einmal richtig aus, geniessen Sie den Sonntag mit einem ausgiebigen Spaziergang durch den leuchtenden Herbstwald, gehen Sie zeitig zu Bett und beginnen die neue/alte Zeitperiode herrlich erholt und ausgeruht.

Hier noch der Link zu einem ausführlichen Beitrag zur Zeitumstellung:
 „Die Uhrenumstellung macht … dümmer, dicker, kränker und unfreundlicher.“

Tipps zur sanften Umstellung auf die Sommerzeit

chronobiologieÜber Sinn uns Unsinn der Zeitumstellung haben wir in der Vergangenheit berichtet. Heute wollen wir Ihnen praktische Hilfen zur Zeitumstellung vorstellen.

In der Nacht vom 30. auf den 31. März 2013 werden die Uhren um 2:00 Uhr um 1 Stunde auf die Sommerzeit vorgestellt. Das bedeutet, sich an ein einen neuen Schlaf-Wach-Rhythmus anzupassen. Und diese Anpassung bereitet vielen Menschen, besonders kleinen Kindern und älteren Menschen Schwierigkeiten. Man fühlt sich müde, schlapp, unkonzentriert und zur gewohnten Schlafenszeit hellwach. Das Netzwerk Ganzheitlich Schlafen gibt Tipps wie Sie sich sanft innerhalb einer Woche auf den neuen Schlaf-Wach-Rhythmus einstellen können:

  • Beginnen Sie eine Woche vor der Zeitumstellung damit, Ihre Termine um täglich 10 Minuten vorzuverlegen. Früher zu Bett gehen, früher aufstehen und früher Ihre Mahlzeiten einzunehmen. So können Sie die Zeitverschiebung stufenweise anpassen.
  • Gehen Sie am Vorabend der Zeitumstellung früher zu Bett.
  • Wer gerne mittags schläft, sollte in der ersten Woche darauf verzichten, um so den Schlafdruck am Abend zu erhöhen. Machen Sie lieber einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft.
  • Viel Bewegung an der frischen Luft bei Tageslicht hilft Ihrer inneren Uhr bei der Anpassung an den neuen Rhythmus. Ein Abendspaziergang sorgt für einen harmonischen Tagesausklang und lässt Sie besser einschlafen.
  • Vermeiden Sie abends üppige, schwerverdauliche Mahlzeiten und schränken Sie den Konsum von Tee, Kaffee, Alkohol und Nikotin ein.
  • Wenn Sie am Abend nicht einschlafen können, verzichten Sie auf Schlaftabletten, da diese zu keinem erholsamen Schlaf führen. Entspannungstees, ein warmes  Fußbad, Wollsocken und Entspannungsübungen fördern das Einschlafen.

Die Anpassungzeit beträgt 1-2 Wochen.

Wer hat an der Uhr gedreht? Zeitumstellung am 28. Oktober 2012

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Am Sonntag den 28. Oktober 2011 ist es wieder so weit. Die Umstellung von Sommer- auf Normalzeit wird um 03:00 Uhr in der Früh vollzogen. Für viele Menschen ist die Umstellung auf die Sommerzeit belastender, als die Rückstellung der Uhr im Herbst. Trotzdem leiden viele Menschen unter der Zeitumstellung. Frauen, ältere Menschen, Säuglinge und Kinder, deren Organismus sich mit der Anpassung an Zeitumstellungen schwerer tut, sind in der Regel stärker betroffen. Die meisten Betroffenen klagen über Anpassungsproblemen wie Schlafstörungen, Unwohlsein, depressive Stimmung und Appetitlosigkeit. Die Schwere der Symptome sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und können bis zu zwei Wochen andauern

Schlafmediziner und Chronobiologen beklagen seit Jahren das Spiel mit der inneren Uhr. In den 1980er und 1990er Jahren untersuchte der amerikanische Wissenschaftler Stanley Coren unfallbedingte Todesfälle im zeitlichen Umfeld der Umstellung auf die Sommerzeit und bei der Rückstellung auf die Normalzeit. Das Ergebnis zeigte einen Anstieg der Unfälle mit Einführung der Sommerzeit und einen leichten Rückgang mit dem Beginn der Winterzeit. Coren vertritt die Auffassung, dass der Anstieg der tödlichen Unfalle im Frühjahr mit dem zeitlichen Verlust einer Stunde zusammenhängt, während der Rückgang der Unfälle während der Umstellung auf die Winterzeit mit dem Gewinn einer Schlafstunde zusammenhängt.  In Russland wurde die Zeitumstellung mit Wirkung zum 31. Oktober 2011 mi der Begründung aufgehoben: weniger Stress für Mensch und Tier.

Sollten Sie mit der Zeitumstellung Ende Oktober Probleme mit Ihrem Biorhythmus bekommen, so empfiehlt sich eine schrittweise Anpassung, indem Sie einige Tage vorher später zu Bett gehen und auch später aufstehen. Gerade jetzt sollten Sie die Regeln der Schlafhygiene beachten: meiden Sie umfangreiche Mahlzeiten am Abend, keine aufputschenden Getränke, keine Streitgespräche, versuchen Sie den Abend harmonisch und ausgleichend zu gestalten.

Sind Sie stark von der Zeitumstellung betroffen, sollten Sie in der Woche nach der Umstellung besonders achtsam im Straßenverkehr und bei unfallgefährdeten Tätigkeiten sein. Machen Sie öfter eine Pause und benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel.

Als überzeugte Verfechter des Mittagsschlaf, empfehlen wir Ihnen, ausnahmsweise, in der Übergangsphase auf den Mittagsschlaf zu verzichten, so kann sich Ihre innere Uhr besser neujustieren.

Die Einnahme von Schlaftabletten ist überflüssig und verhilft Ihnen zu keinem gesunden Schlaf. Ein Schlaftee, Entspannungsübungen, oder ein warmes Fußbad sind hilfreicher und gesünder.

„Die Uhrenumstellung macht … dümmer, dicker, kränker und unfreundlicher.“¹

© scusi - Fotolia.com

Am 25. März 2012 ist es wieder soweit: die Uhren werden auf die Sommerzeit vorgestellt. Ein Vorgang der Mensch und Tier belastet und weder biologisch noch umweltbedingt notwendig ist .   Woher kommt eigentlich dieser Brauch und welches sind die Beweggründe?

Bis weit ins 19. Jahrhundert gab es in Deutschland keine einheitliche Zeit. Eine nationale Uhrzeit wurde erst mit dem Aufkommen des Eisenbahnverkehrs 1893 eingeführt. Der Engländer William Willett verfasste 1907 eine Schrift mit dem Titel „The Waste of Daylight“. Er schlug vor die Uhren, in den Sommermonaten um 80 Minuten vorzustellen, um so £ 2,5 Mio. an Beleuchtungskosten zu sparen.

Im 20. Jahrhundert wurde immer wieder an der Uhr gedreht. 1916  begann Deutschland  mit der Zeitumstellung in den Sommermonaten. Hintergrund war die Idee, die Stundenzahl mit nutzbarem Tageslicht zu erhöhen. Von 1919-1339 durften die Menschen in ihren normalen Rhythmen leben, bevor im Kriegsjahr 1940 wieder eine Sommerzeit eingeführt wurde. 1945 wurde die Uhrzeitenregelung von den Besatzungsmächten bestimmt. In Ostberlin und der sowjetischen Besatzungszone dauert die Sommerzeit 2 Monate länger als in den übrigen Besatzungszonen.1950-74 war wieder eine Phase ohne Zeitverschiebungen. Die Europäische Gemeinschaft führte die Sommerzeit in ihren Mitgliedstaaten ab 1974 ein. Hintergrund war die sogenannte „Ölkrise“ von 1973 und der Vorstellung, mit der längeren Ausbeute des Tageslichts Energie zu sparen.

Die Beweggründe für Zeitverschiebungen waren immer ökonomischer Natur. Bis heute ist der Beweis ausgeblieben, dass die Zeitverschiebungen tatsächlich zu Einsparungen geführt haben.

Schlafforscher warnen vor den Auswirkungen der Zeitumstellung. Frauen, ältere Menschen, Säuglinge und Kinder, deren Organismus sich mit der Anpassung an Zeitumstellungen schwerer tuen, sind in der Regel stärker betroffen. Die meisten Betroffenen klagen über Anpassungsproblemen wie Schlafstörungen, Unwohlsein, depressive Stimmung und Appetitlosigkeit. Die Schwere der Symptome sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und können bis zu zwei Wochen andauern. Chronobiologen wie der Münchener Till Roenneberg gehen sogar von bis zu vier Monaten Umstellungszeit aus.

Schlafmediziner und Chronobiologen beklagen seit Jahren das Spiel mit der inneren Uhr. In den 1980er und 90er Jahren untersuchte der amerikanische Wissenschaftler Stanley Coren unfallbedingte Todesfälle im zeitlichen Umfeld der Umstellung auf die Sommerzeit und bei der Rückstellung auf die Normalzeit. Das Ergebnis zeigte einen Anstieg der Unfälle mit Einführung der Sommerzeit und einen leichten Rückgang mit dem Beginn der Winterzeit. Coren vertritt die Auffassung, dass der Anstieg der tödlichen Unfälle im Frühjahr mit dem zeitlichen Verlust einer Stunde zusammenhängt, während der Rückgang der Unfälle während der Umstellung auf die Winterzeit mit dem Gewinn einer Schlafstunde zusammenhängt. In Russland wurde die Zeitumstellung mit Wirkung zum 31. Oktober 2011 aufgehoben. Die Begründung des russischen Präsidenten: weniger Stress für Mensch und Tier.

¹ Der Chronobiologe Till Roenneberg im Interview mit netdoktor.de