Virginia Woolf

Pablo Picasso – Der Träumer, 1932

Erst in unseren Mußestunden, in unseren Träumen,
kommt zuweilen die unterdrückte Wahrheit hoch.

Rainer Maria Rilke – Zum Einschlafen zu sagen

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Pablo Picasso – Schlafende Frau, 1904

Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte dich wiegen und kleinsingen
und begleiten schlafaus und schlafein.
Ich möchte der Einzige sein im Haus,
der wüßte: die Nacht war kalt.
Und möchte horchen herein und hinaus
in dich, in die Welt, in den Wald.
Die Uhren rufen sich schlagend an,
und man sieht der Zeit auf den Grund.
Und unten geht noch ein fremder Mann
und stört einen fremden Hund.
Dahinter wird Stille. Ich habe groß
die Augen auf dich gelegt;
und sie halten dich sanft und lassen dich los,
wenn ein Ding sich im Dunkel bewegt.